Project Hail Mary

Nachdem ich erst das Buch gelesen und dann den Film gesehen habe, kann ich euch raten: Lest das Buch. Das ist lustiger und unterhält deutlich länger als dieser (gelungene) Film.

Andy Weir ist ein Science Geek und geht derart tief in die Materie, dass die ganzen Details überhaupt nicht bis in den Film kommen. Allein schon der ganze Anfang, wo der Protagonist wach wird, und nicht weiß, wo er ist, ist so unglaublich viel besser geschildert als die Slapstick-Nummer im Film.

Lenovo ThinkBook Plus Gen 6 Rollable

Ich liebe diese ThinkBook Plus-Reihe von Lenovo, im gleichen Sinne wie ich Elefanten liebe. Sie sind wunderbar, aber ich will keinen haben. Als ich diese Woche das Angebot bekam, mit dem ThinkBook Plus Gen 6 Rollable einen Ausritt zu machen, konnte ich nicht widerstehen.

Das ist ein sehr solider Laptop, im Sinne von “sauschwer”, der ein biegsames OLED-Panel hat, dessen unteres Ende im Laptop verschwindet, wenn es eingefahren ist. Wie man in dem Filmchen oben sehen kann, fährt das Display mit Motorkraft aus und ein, wobei sich der äußere Deckel nach oben schiebt und einen inneren Deckel sichtbar macht.

Dabei vergrößert sich das Display von 2000 x 1600 auf 2000 x 2350 Pixeln und wird damit 47% höher (=2350/1600). Windows empfiehlt interessanterweise eine Auflösung von 2000 x 2352, aber die Zeilenzahl im Screenshot beträgt ebenfalls 2350. Wie man sieht, hat man enorm viel mehr Platz auf dem Bildschirm.

Im ersten Augenblick fühlte ich mich an das flexible Display im ThinkPad X1 Fold 16 erinnert, aber das ist noch mal ein kleines Stück größer und hat eine Auflösung von 2024 x 2560 Pixeln. Außerdem verzichtet das ThinkBook auf einen Touchscreen, was mich zunächst stark irritiert hat, weil Windows auf Fingerzeige nicht reagierte.

Neben dem größeren Bildschirm bietet dieser Laptop noch einen Vorteil, den man nicht sofort bemerkt: Die eingebaute Webcam hat im ausgefahrenen Zustand ein viele bessere Perspektive und filmt nicht mehr von unten in die Nase, ganz ohne Tricks wie untergelegte Bücher.

Es gibt also eine Menge Dinge, die man an dem ThinkBook mögen kann. Aber es gibt für mich auch ein paar Nachteile. Ob man einen Touchscreen braucht, mag jeder selbst entscheiden. Das Gerät hat nur zwei Schnittstellen mit USB 4 und eine Headset-Buchse. Das Scharnier ist relativ steif, damit das Display nicht wackelt und lässt sich nicht mit einer Hand öffnen. Der untere Gehäuseteil enthält einen Akku mit 66 Wh Kapazität und hat ausreichend Gewicht, dass der Laptop sicher und solide steht. 1686 Gramm wiegt das alles zusammen. Dem Gerät liegt ein kompakter 65W GaN-Charger und ein USB-C-Kabel bei.

ThinkPad X1 2-in-1 vs ThinkBook Plus Gen 6 Rollable (1314 g vs 1686 g)

Das Modell, was ich mir angeschaut habe, ist ein 21TR0004GE mit Intel Core Ultra 7 258V, 32 GB RAM und 1 TB großem Massenspeicher und Windows 11 Pro. Was mich ehrlich wundert, ist die Vorinstallation von McAfee und LinkedIn Crapware. Außerdem wurde es mit Lenovo Vantage statt dem weniger aufdringlichen Commercial Vantage ausgestattet. Das ließ sich aber über den Microsoft Store problemlos austauschen.

Ja, man sieht die Falte im ausgerollten Display, wenn man sie sucht.

twttr — a satire project by jan kus

Gestern wurde Twitter 20 Jahre alt. Das ist die Plattform, die Elon Musk in eine Nazi-Hölle verwandelt hat. Und twttr.eu geht noch mal ganz zurück an den Anfang. Pure Nostalgie.

Geplant hatte Jan Kus twttr als einen sehr großen Aprilscherz. Und dann ging die Post ab. Das ist nicht nur eine Kopie des ursprünglichen Twitter, sondern es sind auch die gleichen Leute da.

Hat das eine Zukunft? Nicht wirklich. Die liegt langfristig im Fediverse. Aber wer fragt danach, wenn man einfach einen Heidenspaß haben kann. Ich habe buchstäblich Hunderte von Einladungen. Signal-Message reicht.

Where Windows is heading

You will be able to move the taskbar. Like you used to in olden times.

Long blogpost about plans for Windows. One thing strikes me:

You will see us be more intentional about how and where Copilot integrates across Windows, focusing on experiences that are genuinely useful and well‑crafted. As part of this, we are reducing unnecessary Copilot entry points, starting with apps like Snipping Tool, Photos, Widgets and Notepad.

How do you say “we are removing AI slop” without saying it? Do not integrate Copilot across Windows. Keep it a separate thing. An optional separate thing you have to ask for. Even better: make it a separate thing users have to buy and install.

I don’t think the taskbar is the most pressing thing Microsoft needs to fix. And as far as Widgets and Discovery Feed are concerned: I turn these off at first sight. Don’t improve the junk. Remove it.

Boiling the frog too fast

Zac Bowden of Windows Central talks about Microsoft scaling back the effort to put the Copilot brand on everything in Windows and then asks :

I’m really interested to know what you think about Microsoft’s strategy when it comes to handling AI on Windows 11 right now. It’s clear the company cannot continue bombarding users with unwanted AI features, and reducing where Copilot appears and what AI experiences ship is a good start.

But will this help turn the tide and improve sentiment around the OS?

From where I stand, Microsoft has burned the Copilot brand by boiling the frog too fast. The frog jumped out of the pot.

I continue to use Windows, but only after I have thoroughly cleaned it up by nuking all the ads, removing all the MSN and Xbox bloat and disabling everything I don’t want with Winslop.

It’s sad. I liked Windows 10 and welcomed the redesign of Windows 11, but with all the dark patterns Microsoft has destroyed its reputation. There is only one way out of this mess: Stop bullying.

PS: Yes, I know that Apple has their own walled garden and that Linux is the answer to everything. Don’t bother.

Pimp my AirPods Max

In meinem letzten Beitrag hatte ich über das Mesh des AirPods Max gemeckert und gleich mehrere Tipps bekommen, wie man das ergänzen kann. Bernd Lutz hatte sich angeboten, mir ein Inlay zu drucken. Und da ich bei der Gelegenheit gelernt habe, dass Bernd so nahe bei mir wohnt, dass man das Teil quasi werfen kann, habe ich dankend angenommen.

Ich habe mir aber ein anderen Modell ausgesucht als er selbst verwendet, und das hat er mir gestern in PLA und in TPU gedruckt, jeweils die 7-mm-Variante. Das härtere von beiden konnte ich nicht erfolgreich einsetzen, weil es gleich durchbrach. Das flexiblere aber macht genau das, was ich mir wünsche. Und es sieht auch noch höchst professionell aus. Danke, Bernd!

Apple AirPods Max 2

Apple Pressemitteilung:

Mit der Power des H2 Chips sind AirPods Max besser denn je – mit effektiverem ANC, verbesserter Klangqualität und neuen Funktionen wie Adaptives Audio und Live Übersetzung

Das ist überfällig und hätte mit der Umrüstung auf USB-C kommen müssen. AirPods Max sind damit auf dem gleichen Niveau wie AirPods Pro 2 und 3.

  • Kund:innen in den USA und mehr als 30 weiteren Ländern und Regionen können AirPods Max 2 ab Mittwoch, 25. März unter apple.com/de/store und über die Apple Store App bestellen. Die Auslieferung beginnt Anfang nächsten Monats, und die Kopfhörer werden ab dann auch in den Apple Stores erhältlich sein.
  • AirPods Max 2 sind ab 579 Euro inkl. MwSt. erhältlich

AirPods Max haben einen tollen Klang, sind ein bisschen auf der schweren Seite und haben eine wunderbare Fertigungsqualität. Über die Jahre macht aber das Mesh im Bügel schlapp und ich habe noch keine überzeugende Lösung gefunden, das zu reparieren.

Jetzt kaufen oder nächstes Jahr

Wer in naher Zukunft einen Rechner kaufen will, sei es ein Surface Laptop oder ein MacBook Air, oder irgendwas, was IT-Technik braucht, sollte jetzt kaufen, was da ist. Der AI-Boom frisst Speicher, ein wichtiger Handelsweg ist blockiert.

Lenovo macht seinen Kunden nur noch Angebote mit einer Preisbindung von zwei Wochen. Überall steigen die Einkaufspreise mit bisher nie gesehenem Tempo. Ich schrieb das schon mal zum Black Friday und die Situation hat sich seitdem dramatisch verschlechtert.

Jemand mit intimen Marktkenntnissen fasst das so zusammen, wie es in der Überschrift steht: Jetzt kaufen oder nächstes Jahr.

PS: Weil es Thomas erwähnt hat: Ein Mac mini ist einfach ein unglaubliches Schnäppchen, noch mehr als vorher.

Jabra Evolve3 85 #stuffthatworks

Eine Woche ist es nun her, dass ich das Jabra Evolve3 85 aufgeladen habe. Und ich habe es soviel genutzt, wie es nur eben ging. Aktuell hat es einen Akkustand von 72%. Das ist so unfassbar ausdauernd, dass ich die echte Laufzeit nicht bestimmen kann. Jabra sagt 120 Stunden hören oder 25 Stunden reden. Bei mir hat der Kopfhörer alles andere verdrängt, ich bin sogar schon damit eingeschlafen.

Da dieses Headset wie alle anderen Jabras zwei Verbindungen gleichzeitig halten kann, habe ich es mit iPhone und ThinkPad verbunden. Ich hatte keinen einzigen Aussetzer, weder auf dem PC noch mit FaceTime oder Phone App. Auf dem iPhone habe ich Jabra Plus installiert, das ist eine neue App. Die Jabra Plus Desktop App ist für Einzelpersonen erst “demnächst” verfügbar. Dort habe ich mir mit dem alten Jabra Direct geholfen, um die Präferenz für Computer Audio auszuschalten:

Ich treffe selten ein Produkt, an dem ich nichts zu verbessern finde. Das Evolve3 85 ist so ein Treffer. Ich habe es übrigens fast die ganze Zeit im Hearthrough-Modus betrieben. Dann fühlt man sich nach Stunden nicht so “unter Wasser” und ich werde nicht mit “Du hörst mich nicht” angemault. Nur beim täglichen Mittagsschlaf habe ich auf ANC gestellt.

Apropos ANC. Das Evolve3 85 ist für mich das erste Headset, das ANC auch in Telefonaten und Konferenzen eingeschaltet lässt. (Vielleicht gibt es noch mehr, die ich nicht kenne.) Das heißt, es hält den Lärm weg und spielt meine Stimme isoliert als “Sidetone” in meine Ohrmuscheln, damit ich mich nicht nur mit der Kopfstimme höre. Andere Headset dagegen schalten ANC aus oder auf Hearthrough um.

In meinem Beitrag der letzten Woche habe ich das Headset bereits genauer beschrieben. Ab Montag ist es in schwarz erhältlich, nächsten Monat soll es auch eine Variante in grau geben. Was ich nicht gesondert testen werde, ist das etwas kleinere Evolve3 75, das ebenfalls ohne Mikrofonarm auskommt und auf den Ohren aufliegt, statt sie zu umschließen. Ich erwarte, dass das genauso funktioniert. Gleiche Technik, zwei Bauformen.

#reklame

Apple iPhone 17e oder iPhone 17

Photos Apple

Ab morgen ist das iPhone 17e erhältlich. Vorbestellen kann man es seit letzter Woche. Das iPhone 17 erschien im Herbst. Welches nimmt man?

Das 17e hat, wie auf dem Bild einfach erkennbar, nur eine Hauptkamera. Die Superweitwinkelkamera fehlt. Wo braucht man die? Wenn man Innenaufnahmen macht, bei denen man nicht weit genug zurück gehen kann, um alles ins Bild zu bekommen. Finde ich sehr nützlich, auch wenn ich es selten nutze. Ein eigene Tele-Kamera haben beide nicht, eine Tatsache, die Apple mit viel Marketing-Sprech von “Fusion Camera” und “Optical Quality Zoom” verschleiert.

Weniger gut erkennbar ist, dass das 17e ein älteres Display hat, das mit einer festen Bildwiederholrate von 60 Hz arbeitet und nicht wie das 17 mit variablen Raten bis 120 Hz. Die sorgen einerseits für etwas eingesparte Energie bei gleichzeitig flüssigeren Bewegungen. In beiden ist ein A19-Prozessor, wobei beim 17e nur vier der fünf Grafikbeschleuniger aktiv sind. Das ist zu verschmerzen.

Wenn man nicht direkt bei Apple kauft, spart man beim 17 etwa 50 Euro. Das 17e ist noch mal satt 200 Euro billiger.

Alternativ gibt es auch das iPhone Air, das mittlerweile zu seinem Startpreis 300 Euro eingebüßt hat. Es hat ebenfalls nur eine Hauptkamera, dafür aber das bessere Display. Das iPhone 16e bleibt das billigste iPhone, allerdings hat es nur halb so viel Speicher wie das 17e und kein Magsafe.

#reklame

Befristete Angebote auf Amazon

Eine Woche Winterschlussverkauf Frühlingsangebote bei Amazon. Also poste ich Euch ein paar Links, denn ich verdiene einen ganz kleinen Betrag, ohne dass Euch das was kostet.  Das sind befristete Angebote, teilweise mit begrenzter Verfügbarkeit. Ich fange an mit #stuffthatworks:

Die Liste wird noch länger werden.

#reklame

Balkonkraftwerk jetzt

Wir haben letztes Jahr am letzten Juli-Tag ein Balkonkraftwerk in Betrieb genommen und können jetzt ganz gut abschätzen, wie sich die Geschichte rechnet. Ende Juli werde ich dann mal zusammenzählen, aber dann ist es eigentlich schon fast zu spät für dieses Jahr, sowas zu kaufen.

Was ich sagen kann: Bei den jetzigen Preisen rentiert sich das in einem, spätestens in zwei Jahren. Aktuell erspart das Gerät etwa einen Euro pro Tag, im August war es 50% mehr, die vier Monate November bis Februar sind nicht der Rede wert.

Im März erreichen die flach stehenden Module noch nicht die volle Leistung

Ein komplettes Kraftwerk mit zwei Paneelen (2x 500 Wp), Wechselrichter und Kabeln kostet um die 300 Euro. Wer das selbst transportieren kann (Vorsicht: Paneele sind groß, schwer und aus Glas), holt sich das einfach im Baumarkt. Dazu kommen noch Kosten für die Halterung und bei uns noch für Gehwegplatten zum Beschweren der Aufständerung. Aufstellung und Einrichtung sind einfacher als ein IKEA-Kleiderschrank. Zwei kräftige Männer kriegen das hin. Man braucht eine Außensteckdose und einen geeigneten Aufstellungsort.

Am Ende hat das etwas über 400 Euro gekostet, die Stadt hat die Hälfte der Anschaffungskosten (nach einigen Monaten) erstattet und nun sind wir nur noch etwa 75 Euro “unter Wasser”. Bis Ende Juli sind die Anschaffungskosten definitiv wieder drin. Wir verbrauchen den erzeugten Strom selbst, das Balkonkraftwerk nimmt einfach die Grundlast weg.

Das ist die Minimallösung mit der kürzesten Amortisierung. Wer mehr investiert, kann auf Dauer auch mehr sparen, aber braucht einen längeren Atem. Für eine “große” Installation haben wir mal mit 10 bis 15 Jahren gerechnet. Für vier Module mit ausreichend großen Batteriespeicher habe ich mit drei bis vier Jahren gerechnet. Die können wir immer noch bauen, wenn wir Lust darauf haben. Bisher fallen die Preise für Batteriespeicher derart rasant, dass sich noch ganz andere Möglichkeiten eröffnen.

Balkonkraftwerke liefern bis 800 W an die Steckdose und brauchen keine Genehmigung. Überschüsse, die man einspeist, werden nicht vergütet. Für mehr als zwei Module empfiehlt sich ein Batteriespeicher und ein Smartmeter, der die Abgabe aus dem Akku so steuert, dass der Netzbezug möglichst lange unter Null bleibt. Damit verlängert man die tägliche Nutzungsdauer. Im Winter wird der Akku allerdings überwiegend leer sein.

So oder so ist ein Balkonkraftwerk eine Entlastung und nicht ein Belastung für das Stromnetz, wie es interessierte Kreise weismachen wollen. Wir kaufen einfach weniger Strom ein. Analog zum Wasserhahn: Der bleibt dann einfach den ganzen Tag zu.