IKEA + Matter + Thread = Eine kleine Erklärung

Ich war am Samstag zwischen 20:00 und 20:30 bei IKEA. Das ist die beste Zeit, weil kaum noch jemand da ist und man ganz entspannt einkaufen kann. Wir waren bei lieben Freunden zu Besuch und auf dem Heimweg waren das nur 5 km Umweg.

Dort habe ich mir eine neue Smart-Lampe gekauft, die Anfang des Jahres auf den Markt kam. (Lampe ist das, was leuchtet, Leuchte ist das Ding mit der Fassung.) Und dazu muss ich ein bisschen was erzählen. Da wir an der Kasse kaum anstehen mussten, ging das superschnell. Ich hätte gerne noch etwas Lakritz gekauft, aber es gab keine. Ich prangere das an.

IKEA KAJPLATS mit 1521 Lumen maximalem Lichtstrom

IKEA hat eine ganze Reihe neuer Gerätschaften mit Matter-Support. Wir haben auf die Schnelle eine Lampe mit viel Licht gewählt, die aber kein farbiges Licht produzieren kann. Unsere Hue-Lampen haben wir kaum jemals in anderer Farbe als warmweiß leuchten lassen.

Matter ist das wichtige Stichwort, denn Matter ist ein übergreifender Standard, der mit allen System arbeitet, egal ob Apple Home, Samsung Smartthings oder Amazon Alexa. Das ist bisher nur mittel-gut, weil man diese Systeme zwar parallel oder wahlweise betreiben kann, aber nicht übergreifend. Ein Samsung kann also nicht auf Apple Home zugreifen, sondern man muss so ein Gerät (noch) mehrfach registrieren. Das ist hier aber nicht so wichtig.

Matter geht über Wifi oder wie hier bei den IKEA-Sachen über Thread. Thread basiert auf Bluetooth und bildet ein Mesh Network. Dieses Netzwerk hat innere Knoten, sogenannte Router, und Endpunkte. Router hängen typischerweise immer am Strom, Endpunkte kann man auch mit Batterien betreiben.

Diese Lampe ist ein Router. Man schraubt sie in eine normale E27-Fassung und versorgt sie mit 230 V Wechselstrom. Wenn man die Leuchte ausschaltet und damit den Strom trennt, verschwindet der Router aus dem Mesh. Das will man nicht. Also Lampe reindrehen und Leuchte einschalten.

Wie man sehen kann, habe ich sehr viele Router. Das sind alles interne Knoten des Thread-Netzwerks. Drei davon hat sich Thread als Border Router ausgeguckt, die verbinden das Thread-Mesh mit meinem (Wifi-)Heimnetzwerk. Das sind hier Apple HomePod mini. Der Übergang zwischen Thread und Wifi ist also redundant. Wenn ein HomePod bootet, beeinträchtig das nicht das Netz.

Das Einrichten eines Thread-Gerätes ist super-einfach. Man scannt mit der Home-App einen kleinen QR-Code auf der Lampe (und der Doku) und schon taucht das Gerät auf. Apple-User kennen das von Homekit.

Diese neuen Matter-Geräte sind bei IKEA noch relativ schlecht bewertet. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Kunden Matter over Thread nicht verstehen. Das hat mich bewogen, mal ein bisschen mehr zu erklären.

Je mehr Thread-Router man hat, desto dichter und stabiler wird das Netz. Also genau andersrum als bei Wifi. Die Schaltgeschwindigkeit ist brutal viel schneller als etwa über eine Hue-Bridge. Das waren die beiden ersten Kommentare bei mir zu Hause: “Wow, ist die hell”, und “die schaltet aber schnell”. Licht wird hier über Bewegungsmelder, Siri oder die Home-App geschaltet. IKEA hat aber auch Schalter oder Dimmer für sehr kleines Geld. (Man ignoriere die Badematte 🤣.) Diese Fernbedienungen sind Endpunkte, laufen also mit Batterien.

Ich warte noch auf die angekündigten Schaltsteckdosen, aber der Einstieg von IKEA wird dem Matter-Standard endgültig zum Durchbruch verhelfen. Ich musste übrigens nichts von IKEA installieren. Die Apple Home App hat einfach ein Software-Update heruntergeladen und installiert.

Und das wird damit auch keine IKEA-Welt, sondern man kann munter Matter-Geräte aller Hersteller mit einander mischen.

iPhone retour

Bekannter hat sich ein iPhone 17 Pro Max gekauft. Heute hat er es nach zwei Wochen wieder zurück geschickt. Er geht wieder auf sein vertrautes 13 Pro zurück. “Erstaunlich, wie klein der Unterschied ist …” und “… dass ich jetzt auch sehe, dass das normale reicht. Und bloß nix größeres mehr…”

Empfohlen hatte ich ein iPhone 17. Das ist gut 500 Euro preiswerter als der Klotz 17 Pro Max. Pro heißt in der Generation 17 vor allem teuer.

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sudo send money

Todd C. Miller:

For the past 30+ years I’ve been the maintainer of sudo. I’m currently in search of a sponsor to fund continued sudo maintenance and development. If you or your organization is interested in sponsoring sudo, please let me know.

What you consider free software is built by people who rarely get compensated for their work. I see $1523 on OpenCollective and $1512 from GitHub Sponsors. With an estimated yearly budget of $906.

Next time you do a sudo apt-get remind yourself there is a person behind that.

Neue Apple AirTags (2nd gen)

Apple hat gestern eine zweite Generation von AirTags angekündigt. Äußerlich unverändert haben sie neue Chips für Bluetooth und Ultraweitband, welche die Reichweite erhöhen, aus der man sie orten kann. Außerdem können sie nun lauter piepsen.

An der grundsätzlichen Wirkungsweise ändert sich nichts. AirTags haben keine Ortungsfunktion, sondern sie werden von anderen Apple-Geräten gefunden, die dann anonym die Ortsdaten übermitteln.

Mit der Apple Watch Series 9 und der Apple Watch Ultra 2 (und neuer) kann man nun die Funktion “Genaues Suchen” erstmals am Handgelenk verwenden, wenn die Uhren mit watchOS 26.2.1 laufen. Auch die iPhones haben ein passendes Softwareupdate erhalten.

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From my inbox

Ihr könnt euch sicher noch an diese sensationelle Fiskars-Schere erinnern, die hier täglich im Einsatz ist. Dann habe ich ein noch heftigeres Modell entdeckt, das etwas anders funktioniert und mir die auch gewünscht. Gestern kam sie. Vielen Dank, Kurt.

Wie man sehen kann, sind die beiden Schneiden viel dicker und die Kante ist gezahnt, damit der Werkstoff nicht wegrutschen kann. Damit schneidet man dann auch Teppiche oder ähnliches mühelos.

Fiskars schreibt “Ideal zum Schneiden von Isolationsmaterialien wie Steinwolle oder Styropor”. Ich habe damit bisher Kabelbinder und Verpackungen zerschnitten. Das geht so mühelos wie Zeitungspapier mit einer Büroschere. 😊

Welche nun? Die Wahl ist einfach. Die Mehrzweckschere taugt für alles, die Hochleistungsschere ist vor allem für grobe Arbeiten gedacht, bei denen man feste zupacken muss. Wenn das nicht reicht, muss man mehr Gewalt ausüben.

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Dave2D: Windows is Ruining New Laptops

I have been banging this drum for a while. But it is very important to drive this point home in Redmond.

I remember when Microsoft did the right thing about ten years ago: Make a clean version of Windows 10 without any bloatware and ship it on beautiful Surface Pro devices. That’s when I stopped using Macs. I no longer needed a Macbook and an iPad. Edge was clean and powerful.

A few years ago the enshittification came back in full force. The reaction from users is brutal. You can use a big hammer to trim all the annoying things from Windows or you can move platforms.

For now I chose to be very loud about this problem. I am way past the point where I welcome anything “new and exciting” from Microsoft. Wrong incentives within the company need to be fixed from the top down.

And please, spare me your “just use Linux” or “I am on Apple”. I know. I have a lot more than one computer.

USB-Kabel testen

Die Politik hat beschlossen, alle Geräte kriegen jetzt eine USB-C Schnittstelle zum Laden. Und dann liegt häufig auch ein Kabel bei. Wenn man dieses passende Kabel für andere Zwecke verwendet, dann fällt einem vielleicht auf, dass die Datenübertragung schnarch-langsam ist. Oder dass es ewig dauert, bis der Laptop-Akku voll ist.

Das liegt daran, dass USB-C Kabel zwar gleich aussehen, aber nicht gleich sind. Und da sie schlecht oder gar nicht markiert sind, braucht man ein Testgerät, um herauszufinden, was das Kabel denn wirklich kann. Powertipp: Schaut mal in den Stecker. Die Farbe des Kunststoff im Stecker sagt etwas aus.

Ich habe Abdelkader gefragt, ob er ein billigeres Testgerät als dieses kennt, und er meint, dass er das lange beobachtet hat, aber dann genau das für 43 € gekauft hat. Das kostet es gerade auch.

Man steckt beide Enden des Kabel in das Testgerät und dann sieht man auf vier Bildschirmseiten, was es kann. Dann kann man endlich ganz sicher entscheiden, welches Kabel in die Tonne gehört und welches man auf Reisen mitnimmt.

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Microsoft Bitlocker Recovery Keys

Es gibt eine große Aufregung über Bitlocker Recovery Keys, die Microsoft an das FBI ausgehändigt haben soll. Was ist das, wo sind sie gespeichert, wie benutzt man sie?

Bitlocker verschlüsselt lokale Speichermedien, etwa im Laptop, sodass niemand ohne Anmeldung an die Daten kommen kann. Wenn man eine Festplatte mit Bitlocker verschlüsselt, dann bietet Microsoft drei Möglichkeiten an, einen Recovery Key abzuspeichern:

  • In der Microsoft Cloud
  • In einer Datei auf einem externen Speichermedium
  • Als Papierausdruck

Ich empfehle, mindestens zwei dieser Verfahren zu nutzen. Mir ist es bisher rund ein halbes Dutzend mal passiert, dass Windows beim Start nach diesem Recovery Key gefragt hat, bevor es die Festplatte freigegeben hat.

In der Microsoft Cloud findet man diese Keys unter zwei Adressen:

Dort kann man sie löschen, wenn man das möchte. Ich rate aber dringend davon ab, das einzige Backup zu löschen. Sucht man in Windows nach “Bitlocker”, dann kann man dort in eine Datei oder auf Papier exportieren.