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25 Jahre vowe.net

Heute gibt es vowe.net seit 25 Jahren. Es hat viel erlebt – und vieles überlebt.

Vor einem Vierteljahrhundert suchte ich eine Möglichkeit, fortlaufend neue Beiträge auf meine Website zu schreiben. Damals hatte ich mich gerade mit Groove beschäftig, einer Peer-to-Peer Kollaboration, die schlussendlich von Microsoft aufgekauft wurde. Groove war cool, aber ich konnte darin nur einen sehr begrenzten Personenkreis erreichen. Also habe ich ein bisschen Software zusammengelötet, die Groove-Nachrichten auf diese Website schrieb, mit einem Umweg über Blogger.com. Das hier war der erste Beitrag.

Irgendwann war ich soweit, dass ich ein richtiges Content Management System brauchte und ich entschied mich für Movable Type, dem ich zwanzig Jahre treu blieb. Vor fünf Jahren bin ich dann zu WordPress gewechselt.

Das CMS wurde wichtig, weil ich auch Kommentare akzeptieren wollte. Das ist nicht ohne Herausforderung, wie man an anderen Stellen im Internet sehen kann. Zunächst habe ich jedermann erlaubt, zu kommentieren. Und als der Umgangston schwieriger wurde, begann ich, unpassende Kommentare einfach zu löschen. Heute sind Kommentare generell erst mal gesperrt, bis ich sie freigebe. Wenn sie die Mindestanforderungen (vollständiger Name, freundliche Grundstimmung) nicht erfüllen, schmeiße ich sie weg. Ein Spamfilter hält die schlimmsten Auswüchse fern.

Wie wähle ich aus, über was ich schreibe? Ganz einfach: Es muss mich interessieren, ich muss mich einigermaßen damit auskennen und es muss mir Freude machen. Es gibt zum Beispiel keine politischen Beiträge. Ich setze mich auch nicht mit Personen auseinander, sondern nur mit Sachen. Generelle Regel: Ich schreibe nur über Dinge, die ich selbst ausprobiert habe.

Ich habe einige Hypes einfach ignoriert, etwa New Work, Blockchain, NFTs oder aktuell AI. Das sind ausnahmslos Gelegenheiten gewesen, einen schnellen Consulting-Euro zu verdienen, aber sie haben mich einfach gelangweilt, als ich sie erst mal verstanden habe.

Die Themen kommen und gehen. Die Menschen bleiben. Aus dieser Website haben sich viele Freundschaften entwickelt.

HP Poly Focus 625: Erste Eindrücke

HP hat zwei neue Business Headsets mit dem Namen Poly Focus 6 herausgebracht, ohne dass ich das bemerkt hätte. Letzte Woche dann kam eine Einladung der Agentur, ob ich mal eins testen wolle, und natürlich wollte ich. Geschwind das Spec Sheet heruntergeladen und dann war ich auf Anhieb eher enttäuscht. Das Design überzeugte mich nicht und Headsets mit einklappbarem Mikrofonarm sind z.B. bei Jabra schon seit fünf Jahren Standard und eher auf dem absteigenden Ast. Heute kam das Headset an und ich musste mein Vorurteil binnen Minuten revidieren.

Ich habe ein Poly Focus 625 inklusive Ladeständer mit Bereitschaftstasche, BT700 USB-C Dongle und zwei USB-Kabeln für den Anschluss des Ladeständers und zum direkten Anschluss des Headsets an USB-Lader oder PC. Diese USB-Verbindung überträgt auch Audio, sodass man das Headset auch am Draht betreiben kann. Die zweite Variante heißt Poly Focus 625 Fold und hat zwei Scharniere, mit denen man den Kopfbügel falten kann. Es hat im Lieferumfang noch ein Audiokabel für 3,5mm auf USB-C, das man unterwegs etwa in einen Flugzeugsitz stecken kann. Auf diesem Weg lassen sich Medien abspielen, aber keine Mikrofon-Aufnahmen machen.

Der Kopfbügel hat in der Mitte eine rot markierte Vertiefung, die genau in die Aufnahme des Ladeständers passt. Dort wird das Headset induktiv geladen. Auf dem Kopf entlastet der Bügel den Schädel genau in der Mitte. Dort drücken sonst viele Headsets.

Was mir richtig gut gefällt: Die ganze Bedienung ist haptisch. Kein Touch-Gedönse. Die Lautstärkeregelung hat sogar ein kleines Rädchen, das man mit dem rechten Daumen bewegt. Der Powerknopf ist eine Schiebeschalter, der auch den Pairing-Modus aktiviert. Nirgendwo liegen mehrere Knöpfe nebeneinander, so dass man abzählen müsste.

Über dem rechten Ohr liegt eine Multifunktionstaste, mit der man z.B. Teams in den Vordergrund holen kann. Das ANC wird durch Drücken des Lautstärkerädchens geschaltet, eine Vertiefung auf der rechten Ohrmuschel steuert die Wiedergabe (1x Start/Stop, 2x FF, 3x Back) oder Anrufe. Auf dem Mikrofonarm findet man einen Mute-Knopf:

Eine wirklich gute Idee, die HP bei Apple geklaut hat: Die Ohrpolster sind magnetisch befestigt und lassen sich ganz einfach austauschen, ohne irgendwelche Clips zu rasten:

Und als Zubehör gibt es Over-Ear-Polster, die das ganze Headset umbauen:

Screenshot

Dieses Zubehör hat mein Testgerät nicht. Allerdings sind mir die On-Ear-Polster weich genug und sehr bequem. Was mir allerdings besser gefallen würde, sind die stoffbespannten Polster, wie sie Apple und Jabra nun verwenden.

Ich hatte heute eine seltene Testmöglichkeit. Direkt nebenan hob ein riesiger Kettenbagger eine Baugrube aus, in gerade einmal zehn Meter Entfernung macht das einen Riesenlärm. Und genau dort habe ich dann diese Testaufnahme gemacht:

Ja, das klingt etwas metallisch. Aber es war so ohrenbetäubend laut dort, dass ich mich “normal” gar nicht hätte verständigen können. Was hier zum Einsatz kommt, nennt HP “Accoustic Fence 2”, die Weiterentwicklung einer Funktion, die Poly bereits länger einsetzt. Geräusche und Stimmen außerhalb eines sehr kleinen Radius um die Mikrofone werden komplett weggefiltert.

Das waren nur die ersten Eindrücke. Ich muss mich noch ein bisschen weiter damit beschäftigen und Vergleichsaufnahmen mit weiteren Headsets machen. Soviel kann ich jetzt schon festhalten: HP hat hier seit sehr langer Zeit zum ersten Mal wieder ein Headset, das mich überzeugt. Das habe ich so nicht erwartet.

Jabra Evolve3 Headsets

Gestartet war die Evolve3-Reihe mit dem 85 Over-Ear und dem 75 On-Ear. Nun kommt der 65 Flex dazu, eine neuere Version des Evolve2 65 Flex, diesmal ohne Mikrofonarm. Damit verzichten alle drei Top-Headsets auf diesen einklappbaren Mikrofonarm. Bei der Evolve2-Reihe war der 65 Flex mein Favorit, weil er sich so kleine zusammenfaltete. Den Evolve2 85 dagegen mochte ich nicht: zu voluminös und zu kurzer Mikrofonarm. Der Evolve3 85 dagegen ist viel kompakter und mein absoluter Favorit. Mittlerweile nähert sich der Marktpreis etwa der Hälfte des exorbitanten Listenpreises (ganz rechts oben). Noch mal hundert Euro günstiger ist der On-Ear 75.

Evolve3 65 Flex (Bild Jabra)

Vom Evolve3 65 Flex ist noch kein Preis angekündigt. Die Website zeigt aber schon das sehr kompakte Hardcase.

Get Signal

Here is your reminder to install Signal, the simple, powerful, and secure messenger. You can have as many other messengers as you like but if you want to message me, you will need this one. I am vowe.01.

I have banned WhatsApp (and everything else from Meta) quite a long time ago. If you have my phone number you can technically still reach me via SMS, RCS and iMessage. It just makes my life a little harder since I would have to type on my iPhone.

Signal is way more secure and reliable than email. Lately I have had difficulties having email delivered from IONOS which also hosts this website.

Balkonkraftwerk rechnet sich

Vor genau elf Monaten haben wir ein Balkonkraftwerk auf’s Dach gelegt und das hat sich binnen kürzester Zeit gerechnet. Die Vorgeschichte dazu: Vor ein paar Jahren haben wir uns eine “große” PV-Anlage mit Batteriespeicher und Wallbox anbieten lassen, zu einer Zeit, als die Ampel sowas gefördert hat. Bedingung war: Man muss alle drei Komponenten gemeinsam anschaffen.

Die Angebote und vor allem die schlampige Installation haben uns nicht überzeugt. Optimistische Berechnungen versprachen einen Break-Even nach 12-15 Jahren. Es hat einfach nichts gepasst. Aber ich wollte was lernen und so haben wir letztes Jahr ein Balkonkraftwerk gekauft.

Mal wenig, mal viel Sonnenschein, ein bisschen was geht immer

Lektion 1: Wir haben bis 10 Uhr soviel Schatten auf dem Dach, dass die Anlage selbst im Hochsommer erst danach nennenswert Strom liefert. Das war in den Angeboten nicht ausreichend berücksichtigt.

Lektion 2: Die Produktion variiert sehr stark, je nach Wetter und Jahreszeit. Wir hätten nie und nimmer unsere Wärmepumpe damit betreiben können. Ich rechne einfach mal von zwei auf 16 Panele hoch. Der vorgesehene Akku wäre auch für das Laden des E-Autos viel zu klein gewesen.

Lektion 3: Das Balkonkraftwerk ist ökonomisch ein Kracher. Wir haben bereits (rechnerisch) den Break-Even erreicht. Rechnerisch unter der falschen Annahme, dass wir allen produzierten Strom auch selbst verbraucht hätten. Das gelingt im Winter problemlos, im Sommer aber hat man an manchen Tagen “zuviel” Strom.

So geht die Rechnung:

Die ersten beiden Posten hat die Stadt Darmstadt mit 50% bezuschusst. Dazu addiert kamen Versandkosten und ein Wellschlauch, den wir nicht angegeben haben. Bezahlt haben wir nach der Förderung soviel wie wir für den produzierten Strom im Einkauf hätten zahlen müssen.

Das Jahr ist noch nicht voll. Voraussichtlich werden wir im ganzen Jahr mehr als 1000 kWh produzieren. Die müssen wir auch tagsüber verbrauchen, denn für die Einspeisung bekommen wir nichts. Das kommt bei einer so kleinen Anlage ganz gut hin, weil wir tagsüber zu Hause sind. Grundlast, Kochen, Waschmaschine, Computer, Monitore etc. verbrauchen das (überwiegend), was wir erzeugen. Wer tagsüber im Büro ist und wie wir keinen Akku hat, der muss anders rechnen. Den zwölften Monat rechne ich einfach mal gegen die Einspeisung, dann sind wir binnen einem Jahr aus der Umlage.

Gerechnet hatte ich übrigens mit zwei Jahren, weil mir die Subvention zu wackelig erschien. Ab jetzt spart die Anlage aber weiterhin jedes Jahr rund 1000 kWh Strombezug ein. Wieviel das wert ist, hängt am Strompreis.

Ausblick: Ein Akku war vor einem Jahr noch vergleichsweise teuer. Wir könnten heute einen doppelt so großen Akku für das gleiche Geld kaufen, aber wir bräuchten in jedem Fall zwei PV-Module mehr. Damit könnten wir an guten Tagen den gesamten Stromverbrauch rund um die Uhr abdecken, aber eben nicht von Oktober bis Februar. Im Winter wäre er nutzlos.

So ein Balkonkraftwerk empfehle ich jedermann, der eine PV-Anlage plant. Learning by doing. Jeder Standort ist anders, jedes Nutzungsprofil ist anders. Und wenn man dann doch noch in eine “große” Anlage einsteigt, dann montiert man sich das BKW auf die Gartenhütte.

Wer zur Miete in einem Haus wohnt, wo er nur von einer Seite und nicht den ganzen Tag Sonne hat, der braucht länger als ein bis zwei Jahre, bis sich das rechnet. Ohne Balkon ist es auch ziemlich schwierig, die doch sehr großen Panele unterzubringen. Wie groß? Rund 1,7 Quadratmeter pro Modul und möglichst keinen Schatten.

Ausprobiert: Logitech Mobi Fold

Ich bin seit gut 20 Jahren ein Touchpad-Nutzer. Zunächst auf iBook und MacBook, dann mit dem Magic Trackpad. Das lag daran, dass die Apple-Mäuse so schlecht, die Touchpads dagegen gut waren. Als ich zurück zu ThinkPads ging, behielt ich das bei und ignorierte den Trackpoint, ohne den ich früher nicht leben wollte.

Dann kamen die guten MX-Mäuse von Logitech. MX Master 4 ist definitiv mein Favorit. Sie hat mich tatsächlich dazu gebracht, wieder zur Maus zu greifen. Dabei brauche ich nicht einmal ein Drittel der Funktionen dieses kleinen Wunderwerks. Sie liegt einfach gut in der Hand, das umschaltbare Wheel ist der Hit, sie trackt sauber auf meinem Glastisch. Aber sie hat einen dicken Nachteil: Ich finde es lästig, sie mitzunehmen. Und da kommt jetzt die Mobi Fold ins Spiel. Sie lässt sich einfach zusammenklappen und passt dann in die Hosentasche, kleiner als ein Klapphandy.

Zugeklappt ist sie automatisch ausgeschaltet, sodass man sie nicht unbeabsichtigt benutzt oder vergisst, sie auszuschalten. Aufgeklappt ahmt sie die ergonomische Form der MX nach. Und sie trackt ebenfalls perfekt auf Glas. Das ist nicht selbstverständlich. Was mir fehlt, ist vor allem das haptische Scrollwheel. Die mittlere Taste hat mir zu sehr (mittelmäßige) Trackpad-Vibes. Ich musste die MX Master vom Tisch verbannen, damit ich die Mobi Fold wirklich benutze.

Wie alle modernen Logitech-Geräte lässt sie sich per Bluetooth oder Bolt verbinden und dabei zwischen drei Computern wechseln. Das macht man mit einem kleinen Druckknopf unter der Maus. Die Maus ist symmetrisch und die Funktion der linken und rechten Maustaste lässt sich umschalten. Sie taugt also auch für Linkshänder.

Überhaupt ist die Maus über die Options+ Software sehr gut anzupassen. Das Touchpad in der Mitte hat zum Beispiel zwei Click-Zonen, die man frei belegen kann.

Options+ unterstützt mittlerweile auch auf anderen Geräten als der MX Master den Actions Ring. Damit lassen sich acht frei wählbare Aktionen auslösen. Das soll den Anwender produktiver machen, aber ich bin zu so viel Customizing nicht zu überreden. Für mich sind das beeindruckende Funktionen, nach denen ich nie gefragt habe.

Ich bin bei der Bewertung am Ende hin- und hergerissen. Ja, die Maus ist präzise und funktioniert einwandfrei auf allen Oberflächen. Ja, sie ist schön klein zusammenlegbar. Nein, sie kann die MX Master nicht ersetzen und ich würde vermutlich eher das perfekte Touchpad des ThinkPads benutzen als die Mobi Fold.

Ich habe die Mobi Fold for Business getestet. Die hat im Lieferumfang einen Bolt-Empfänger für USB-C. Der eigentliche Unterschied aber steckt in der Firmware, da sich “For Busines”-Geräte mit Logi Sync von Unternehmen verwalten und updaten. Ich habe das häufig durcheinander gebracht. Wozu braucht man Bolt? An seinen privaten Geräten so gut wie nie. Bolt ist wichtig für Unternehmen, welche die Verwendung von Bluetooth aus Sicherheitsgründen verbieten.

Eine kuriose Anekdote: Ich war bei der Inbetriebnahme enttäuscht, dass die Batterie der Maus nur zu zwei Drittel gefüllt war. Ich war einfach davon ausgegangen, dass sie mit AAA-Batterien funktioniert. Weit gefehlt: Sie lässt sich ruckzuck per USB-C aufladen. 😊

#reklame

Nicht bummeln

Apple erhöht die Preis, quer durch alle Produkte. Wer demnächst Hardware kaufen will, sollte deshalb schnell handeln, solange es noch Lagerbestände zu alten Preisen im Handel gibt. Hier eine Liste von Produkten, die heute noch bis Mitternacht im Prime Day gehandelt werden:

Amazon Prime Day

Auch dieses Jahr poste ich wieder einige Angebote, die ihr während Amazons Sommerschlussverkauf schießen könnt. Denkt bitte daran, am meisten spart, wer gar nichts kauft!

Trotzdem gibt es jede Menge Schnäppchen. Dieses Jahr setze ich vor allem auf günstige Angebote bei Kleidung. Der Sommer fing schlapp an und deshalb sind die Lagerbestände groß.

Es spielt übrigens für mich gar keine Rolle, auf welchen Artikel ihr klickt. Wer von hier aus zu Amazon hüpft und dann einkauft, der schiebt mir eine kleine Provision zu, die euch nichts kostet. Auch wenn ihr etwas ganz anderes findet. Das ist die einfachste Möglichkeit, mir etwas Gutes zu tun. #reklame

Das entspricht übrigens meinem eigenen Prinzip. Ich schreibe gerne Tips auf, die mich gar nichts kosten, euch aber etwas bringen.

Prime-Day gilt nur für Prime-Kunden. Ihr könnt eine kostenlose Probemitgliedschaft abschließen und im ersten Monat wieder kündigen. Selbst das zahlt mir schon eine kleine Prämie. 🙂

Und hier kommen dann die Angebote hin:

#reklame

Careless People, jetzt auch auf Deutsch

Dorothee Merkel hat das Buch von Sarah Wynn-Williams übersetzt. So richtig bekannt wurde es, weil Zuckerberg der Autorin alle öffentlichen Auftritte und den Vertrieb verbieten wollte.

Es ist ein wunderbares Lehrstück für Leute, die es immer noch nicht schaffen, die Finger von Meta-Produkten wie WhatsApp, Instagram oder Facebook zu lassen. Ich werde keine Smart Glasses, keine VR-Headsets und ähnliches von dieser Firma benutzen, auch nicht geschenkt.

Mobile Klimaanlage

Wir haben gestern diskutiert, wie man eine mobile Klimaanlage betreiben kann. Was ist das überhaupt? Eine Klimaanlage besteht aus drei Teilen: zwei Wärmetauschern und einer Kühleinheit, normalerweise ein Kompressor. Wenn man Hauseigentümer ist, ruft man den Profi. Ist man nur Wohnungsmieter oder -eigentümer, wird es kompliziert. Hier kommt eine mobile Anlage in Betracht.

Es gibt grundsätzlich zwei Ideen: Eine Monoblock-Anlage, die warme Luft aus dem Fenster pustet (die dann gleich wieder reinwill) oder eine Splitanlage mit einem Wärmetauscher außen und einem innen. Bei beiden hast du das gleiche Problem: Du musst die beiden durch ein Fenster verbinden. Da gibt es jede Menge Lösungen, etwa ein passendes Brett für den Rollladen. Brett einlegen, Rollladen runter, Schlauch durch ein Loch im Brett. Wer eine Katzenklappe hat, ist fein raus.

Wer jetzt ganz schnell eine haben will, findet sie heute vielleicht noch im Baumarkt. Ein Versand kommt für diese Hitzewelle reichlich spät.

Earbuds zum Telefonieren

Ich bin ein Freund der Apple Earpods. Das sind die kabelgebundenen Ohrhörer, die man für ganz kleines Geld kaufen kann. Das Mikrofon nimmt die eigene Stimme wunderbar auf, aber sie haben einen Nachteil: Durch die Kugelcharakteristik nehmen sie alles auf, nicht nur die Stimme, sondern auch die Nebengeräusche.

Nun habe ich zum ersten Mal Bluetooth-Earbuds gehört, die den Kompromiss zwischen Geräuschunterdrückung und Klangqualität überzeugend gelöst haben: soundcore Anker Liberty 5 Pro. Unglaublich, aber wahr: Die durch preiswertes Ladezubehör bekannt gewordene Firma mit eher durchschnittlichen Kopfhörern bringt auf Anhieb ein überzeugendes Produkt auf den Markt. Ihr könnt es selbst in diesem Video hören:

Hier könnt ihr zum Vergleich die Apple Earpods und die Apple AirPods Pro 3 hören. Die sind zusammen mit den AirPods Pro 2 schon meilenweit besser als die AirPods Pro der ersten Generation, aber eben auch genauso weit von den Soundcore Liberty 5 Pro entfernt.

Ich bin wirklich beeindruckt.

  • soundcore Anker Liberty 5 Pro, 10 Mikros, Noise Cancelling Kopfhörer ANC 4.0, Hi-Res Kopfhörer Kabellos Bluetooth, Dolby Atmos, LDAC, 28h, IP55

#reklame

moto buds 2 plus: bass bass bass

Till fragte gestern: “Hat jemand schon mal die Moto Buds (in irgendeiner Version) getestet?” Hatte ich nicht. Aber das kann man ändern. Geschwind bei der Agentur nachgefragt, ob sie Testgeräte haben. Und schwupps brachte UPS heute ein Exemplar der moto buds 2 plus in PANTONE Cool White. Sensationelle Reaktion!

Die Bauweise ist von Apple AirPods Pro bestens bekannt. Das Ladecase wirkt nicht ganz so wertig, aber die wichtigste Eigenschaft sieht man auf Anhieb: Die Silikon-Stücke (vier Größen) sind oval. Das passt besser in die Ohren, ist bequemer und dichtet besser ab.

Deckel auf, mit dem moto signature gepaart und das erste Stück angespielt. Holy moly! Meine Soundcheck Playlist (Apple Music, Spotify) beginnt mit “Angel” von Massive Attack. Was für ein Bass, welche spitze Klarheit. Kashmir von Led Zeppelin fetzt, bei Hotel California (Live on MTV, 1994) klingt die Basstrommel staubtrocken. So muss das. Ich bin auf Anhieb begeistert.

Dann erst beginne ich herumzuspielen. Motorola hat eine eigene App nebst Widget für die Buds, so wie heute jeder Hersteller. Und dort stelle ich die Buds von AAC um auf LDHC V5. Man sieht die Verbindung in den Bluetooth-Einstellungen. Hören kann ich den Unterschied im Blindtest nicht. Nun denn …

Die App erlaubt weitere Anpassungen, so kann man festlegen, was passiert, wenn man den Stengel des Buds drückt, jeweils 1x, 2x, 3x oder halten. So finde ich dann die mir zunächst fehlende Lautstärkeanpassung.

Duale Verbindung ist Bluetooth Multipoint. Ich kann die Buds also parallel mit dem ThinkPad verbinden. Dort meldet sich sofort Dolby Atmos und nimmt die Buds unter die eigenen Fittiche. Und dann gibt es noch CrystalTalk, das Nebengeräusche aus dem Mikrofon-Stream entfernt. Das macht die Sprache besser verständlich, aber klingt metallischer. Der AI-Transkription im Smartphone gefällt das. Es schreibt fehlerfrei mit.

Die Buds erkennen, ob man sie rausnimmt und stoppt die Wiedergabe. Das kennt man seit den ersten AirPods. Ein Pass-Test klärt die Frage, ob die Buds die Ohren abdichten. Die Trageerkennung hat einen kuriosen Nebeneffekt: Man kann die Buds einzeln klingeln lassen, um sie besser zu finden, wenn man sie verlegt hat. Das funktioniert aber nicht, wenn die Buds irgendwo eingeklemmt sind. Dann kommt nur eine Ermahnung, man solle die Funktion nicht nutzen, wenn man die Buds im Ohr hat. Eine gute Warnung, die ich gerne überstimmen würde.

Und dann gibt es noch einen 10-Band-Equalizer, um das Klangbild anzupassen. Nötig ist der nicht, denn das Sound-Design von Bose funktioniert einfach. Was ich für sinnvoller halte, wäre ein Hörtest, wie Apple ihn anbietet, um die Buds dann an das eigene Hörvermögen anzupassen.

Positiv: Sensationeller Klang, bequeme Passform, Bedienung durch festes Drücken und nicht durch leichten Touch, gleichzeitige Verbindung zu zwei Endgeräten

Negativ: Laute Feedback-Töne

  • moto buds 2 plus, Sound by Bose (BT 6.0 Earbuds, multidimensionaler Sound, Dolby Head Tracking + Dolby Atmos)

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