
Seit Dienstag gibt es den neuen Kindle Scribe Colorsoft auch in Deutschland zu bestellen. Heute kam er an, in der kleineren Version mit 32 GB Speicher. Der Rahmen um das Display ist nun auf allen Seite gleich breit und erinnert deshalb eher an ein iPad, die breite Daumenauflage auf einer Seite ist verschwunden.

Wie man sieht, ist das Farbdisplay in der Standard-Einstellung etwas dunkler, was sich aber durch das Frontlight korrigieren lässt. Beide Geräte haben ein E-Ink-Display und funktionieren damit bei jeder Beleuchtung, auch im direkten Sonnenlicht. Mit der Auflösung von 300 dpi ist die Schrift knackscharf. Der Kindle Scribe Colorsoft hat darüber eine Schicht für die Farbdarstellung, die wegen der Matrix unterschiedlicher Farben nur 150 dpi auflöst.
Wenn man ganz dicht an das Display heranzoomt, dann sieht man dieses Raster. Beim Lesen stört es erfreulicherweise nicht:

Kindle Scribe Colorsoft scheint einen wesentlich schnelleren Prozessor zu haben. Das merkt man vor allem, wenn man PDFs liest. Die Farbdarstellung ist eher blass; man darf dort keine Magazin-Qualität erwarten:

Ich habe auf dem alten Kindle Scribe nie PDFs gelesen, beim Colorsoft dagegen werde ich das probieren. Hilfreich ist da für mich die Einbindung von Microsoft OneDrive, so dass ich die Dateien direkt von dort importieren kann. Das muss ich erst noch testen.

Die Rückseite ist wie bereits vorher mit vier kleinen Füßchen versehen, damit das Gerät auf dem Tisch nicht herumrutscht. Sehr angenehm. Die bisherige Zurückhaltung beim Branding hat Amazon aufgegeben. Sowohl vorne als auch hinten prangt jetzt ein Kindle-Logo. Das ist verschmerzbar.
Soweit die ersten Eindrücke. Jetzt muss ich ausgiebig herumspielen. 😊
PS: Meine Motivation für ein Kindle Scribe ist nur zum Teil, dass ich darauf auch schreiben kann. Ich benutze das Gerät vor allem zum Lesen. Und wenn ich mich mit einem Buch hinsetze, dann will ich lesen lesen lesen. Das funktioniert bei mir mit einem Kindle besser als mit einem iPad, weil ich nicht in Versuchung komme, zwischendurch etwas anders zu machen.

Ich bin beim Lesen konzentriert und lese sehr flott. Vor dem Scribe war der Oasis mein Lieblingsgerät, weil er sich so gut einhändig hielt und noch Tasten zum Blättern hatte. Ich schreibe das in der Vergangenheitsform, weil Amazon den Oasis eingestellt hat. Ich empfehle ihn aber immer noch sehr, wenn man einen gebraucht findet. Oasis hat einem 7″-Bildschirm, die “normalen” Kindles hatten nur 6″ Diagonale. Beim Scribe Colorsoft sind es nun 11″. Das hat zur Folge, dass ich selten blättern muss und einfach besser lese. Wenn ich die Schriftgröße für mich korrekt einstelle, sind die Zeilen beim Oasis sehr kurz. Beim Scribe muss Kindle seltener Wörter trennen und kann die Buchstabenabstände besser optimieren.

























